Hart am Limit

Jugendschutz-
Verordnung

Leitbild zum Jugendschutz

Unsere Vision: Alle jungen Menschen fu╠łr Sport und Bewegung begeistern. Wir stehen konsequent fu╠łr folgende Werte und Grundsa╠łtze ein:

  • Wir fo╠łrdern den Kinder- und Jugendsport. Wir entwickeln zeitgema╠ł├če, innovative Projekte und Konzepte mit und fu╠łr Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene.

  • Wir stehen fu╠łr ein respektvolles, faires, tolerantes und zuverla╠łssiges Miteinander. Diese Werte bestimmen unsere Arbeit und unsere Entscheidungen.

  • Die Wertscha╠łtzung gegenu╠łber unseren Mitmenschen ist Grundlage unseres Handelns und schlie├čt jede Form von Gewalt aus, egal ob ko╠łrperlicher, seelischer oder sexueller Art. Wir fo╠łr- dern die gesellschaftliche Vielfalt im und durch den Sport unabha╠łngig von Kultur (Ethnie), Al- ter, Geschlecht, ko╠łrperlicher Voraussetzung, sexueller Identita╠łt, Behinderung und Religion (Weltanschauung).

  • Die Perso╠łnlichkeit junger Menschen zu entwickeln, zu sta╠łrken und ihnen Perspektiven zu er- o╠łffnen, ist uns wichtig. Wir fo╠łrdern Selbstbewusstsein und eigenverantwortliches Handeln, u╠łbertragen vertrauensvoll Verantwortung und motivieren zu Teilhabe und Engagement.

    Um dies zu gewa╠łhrleisten, appellieren die United Colors Baden-Baden deutlich an alle Vereinsakteure ÔÇ×hinzuschauen, abzuwa╠łgen und zu handelnÔÇť, um Kindesmissbrauch im Sport keine Chance zu geben. Mo╠łgliche Anzeichen einer Kindeswohlgefa╠łhrdung sind ernst zu nehmen, sie mu╠łssen thematisiert und du╠łrfen nicht ignoriert werden. Mitarbeiter, die mit jungen Menschen zusammenarbeiten und diese betreuen, sollten ihr eigenes Handeln regelma╠ł├čig reflektieren. Die Verankerung von Kinder-/Jugend- schutz im Sportverein ist an dieser Stelle bedeutend, um das Wohl der Kinder und Jugendlichen zu schu╠łtzen.

Personalverantwortung

In Gespra╠łchen mit den Mitarbeitern fu╠łr den Kinder- und Jugendbereich ist das Thema Kinder-/Jugend- schutz offen anzusprechen. Ziel hierbei ist es, dem Mitarbeiter zu verdeutlichen, dass Kinder- und Ju- gendschutz in unserem Verein einen hohen Stellenwert hat und dass bei uns eine hohe Aufmerksam- keitskultur erwu╠łnscht ist und von allen gelebt wird. Folgende Punkte sind im Rahmen eines Gespra╠ł- ches, bei neuen Mitarbeitern vor Beginn der Ta╠łtigkeit, anzusprechen bzw. zu erfragen:

  • Die Motivation zur angestrebten Ta╠łtigkeit im Jugendbereich von United Colors Baden-Baden

  • Die bisherigen Erfahrungen im Kinder- und Jugendbereich

  • Die verpflichtende Teilnahme an einer vereinsinternen Schulung zum Thema ÔÇ×JugendschutzÔÇť

  • Die Bitte um Genehmigung, dass bei einem mo╠łglichen vorherigen Verein angefragt werden darf, ob es irgendwelche Probleme im Rahmen der Trainerta╠łtigkeit gab

  • Dem Mitarbeiter wird das Pra╠łventions- und Schutzkonzept ausgeha╠łndigt, vorzugsweise elekt- ronisch u╠łbermittelt. Zudem besteht fu╠łr jeden der Zugriff u╠łber die Homepage des Vereins.

Schutzbeauftragter

Der Schutzbeauftragte ist die zentrale Anlaufstelle fu╠łr alle Themen, die Kinder- und Jugendschutz in- nerhalb von United Colors Baden-Baden betreffen. Er steht den Kindern, Jugendlichen und Eltern be- ratend zur Seite und koordiniert alle notwendigen Ma├čnahmen in Absprache mit den Beteiligten. Die Aufgaben des Schutzbeauftragten sind:

  • Er ist vertrauensvoller Ansprechpartner fu╠łr alle Vereinsmitglieder (Kinder, Jugendliche, Er- wachsene sowie fu╠łr alle Eltern und Trainer) in Fragen des Kinder- und Jugendschutzes

  • Er unterstu╠łtzt den zusta╠łndigen Abteilungs- und Jugendleiter bei der Personalauswahl

  • Er fu╠łhrt ja╠łhrlich einen Elternabend durch

  • Er koordiniert alle Pra╠łventionsma├čnahmen im Verein

  • Er leitet im Falle einer Beschwerde oder eines Verdachtes Schritte zur Intervention ein

  • Er koordiniert die Erstellung von Verhaltensregeln fu╠łr alle im Kinder- und Jugendbereich bescha╠łftigten Personen

  • Der Name des Schutzbeauftragten und dessen Kontaktdaten sollten allen bekannt sein und sind auf der Homepage der United Colors Baden-Baden fu╠łr alle einsehbar.

Begriffsbestimmung

Im Sinne dieses Gesetzes

  1. sind Kinder Personen, die noch nicht 14 Jahre alt sind,

  2. sind Jugendliche Personen, die 14, aber noch nicht 18 Jahre alt sind,

  3. ist eine personensorgeberechtigte Person, wem allein oder gemeinsam mit einer anderen

    Person nach den Vorschriften des Bu╠łrgerlichen Gesetzbuchs die Personensorge zusteht,

  4. ist eine erziehungsbeauftragte Person jede Person u╠łber 18 Jahren, soweit sie auf Dauer oder zeitweise aufgrund einer Vereinbarung mit der personensorgeberechtigten Person Er- ziehungsaufgaben wahrnimmt oder soweit sie ein Kind oder eine jugendliche Person im

    Rahmen der Ausbildung oder der Jugendhilfe betreut.

Jugendschutzbestimmungen

Verpflichtende Regelungen fu╠łr Vereinsfeste, Veranstaltungen und fu╠łrs Vereinsheim

Folgende Reglungen sind verpflichtend einzuhalten:

  1. Einhaltung des Jugendschutzgesetzes: Bier, Wein und Sekt erst ab 16 Jahren, Spirituosen, Mixgetra╠łnke und Zigaretten, E-Zigaretten und E-Shishas nur fu╠łr Vollja╠łhrige.

  2. Aktionen, die zum schnellen Trinken von Alkohol motivieren (z.B. Stiefeltrinken nach Wettka╠łmpfen, Happy hour oder all you can drink), sind nicht gestattet.

  3. Unbedingte Einhaltung des sogenannten ÔÇ×ApfelsaftgesetzesÔÇť: Das gu╠łnstigste alkoholfreie Getra╠łnk darf nicht teurer sein als das gu╠łnstigste alkoholische Getra╠łnk in gleicher Mengeund wird auch beworben.

  4. Trainer und Anleiter leben einen ma├č- und genussvollen und vor allem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol vor. Sie benehmen sich in Anwesenheit von Kindern und Ju- gendlichen immer wie ein Vorbild und nehmen die Verantwortung gegenu╠łber Eltern und O╠łffentlichkeit ernst.

  5. Alkohol wird nicht als Belohnung fu╠łr einen Erfolg eingesetzt (Kasten Bier bei Spielgewinn).

  6. Hinter der Bar stehen Erwachsene, die beim Verkauf alkoholischer Getra╠łnke verantwortungsbewusst handeln.

  7. U╠łbungsleiter, Trainer, Vorstandsmitglieder und Abteilungsleiter kennen die Jugendschutzbestimmungen.

  8. Die Regeln, die fu╠łr den Verein verbindlich sind, mu╠łssen deutlich sichtbar ausha╠łngen, damit sie durch die O╠łffentlichkeit auch kontrolliert werden ko╠łnnen.

Fu╠łr Veranstaltungen gilt:

  1. Ein eigener Jugendschutzbeauftragter wird fu╠łr die Dauer der Veranstaltung bestellt. Er ach- tet darauf, dass die gesetzlichen Bestimmungen beachtet werden.

  2. Die Erfahrungen bei dieser Veranstaltung (Wie ist es gelaufen? Was hat sich bewa╠łhrt, was nicht?) werden an den Bu╠łrgermeister / die Gemeinde zuru╠łckgemeldet, um fu╠łr die Zukunft Verbesserungen zu erzielen.

Fu╠łr gro├če Veranstaltungen gilt:

  1. Die Verantwortlichen im Verein kennen die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen und treffen die no╠łtigen Vorkehrungen zur Umsetzung.

  2. Bereits bei der Anku╠łndigung der Veranstaltung (Plakate, Einladungen, Zeitungsberichte etc.) wird ein kurzer Hinweis auf die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes gegeben.

  3. Bei Einlasskontrollen, beim Eingang und vor allem beim Ausschank wird ein deutlich sicht- barer und entsprechend gro├čer Hinweis (z.B. Plakat) zum Jugendschutz angebracht.

  4. Bei der Einlasskontrolle werden junge Besucher mu╠łndlich durch die Mitarbeiter auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen aufmerksam gemacht. Es wird besonders da- rauf geachtet, dass junge Besucher nicht selbst alkoholische Getra╠łnke zur Veranstaltung mitbringen.

  5. Das Ausschankpersonal wird vor der Veranstaltung angewiesen, junge Besucher zum Vor- zeigen eines Ausweises aufzufordern und – falls der notwendige Altersnachweis nicht er- bracht wird – keinen Alkohol auszugeben.

  6. Alkoholische Mixgetra╠łnke, die insbesondere bei Jugendlichen beliebt sind, werden nicht oder deutlich teurer verkauft.

  7. Durchsagen u╠łber die Lautsprecheranlage geben Hinweise auf die Jugendschutzbestimmun- gen (Ausgehgrenzen, Alkoholkonsum).

  8. Jugendliche, die offensichtlich nicht a╠łlter als 15 Jahre sind, werden nach Hause geschickt, die Eltern werden telefonisch versta╠łndigt (Abholung).

  9. Der Veranstalter sorgt fu╠łr einen preisgu╠łnstigen Heimbringdienst fu╠łr alle Besucher.

  10. Der Veranstalter sorgt dafu╠łr, dass es neben alkoholischen Getra╠łnken auch attraktive alkoholfreie Alternativen gibt, z.B. alkoholfreie Cocktails.

  11. Auf die strikte Einhaltung des Jugendschutzgesetzes wird durch besonderes Material (Poster, ÔÇ×rote KartenÔÇť) hingewiesen.

  12. Das Rauchverbot wird eingehalten. Seit dem 01. August 2007 gilt in Sport- und Mehrzweckhallen (BadenÔÇôWu╠łrttemberg) ein grundsa╠łtzliches Rauchverbot.

 

Fu╠łr den ta╠łglichen Umgang:

Umgang mit Alkohol und Zigaretten im Training und bei Wettka╠łmpfen

  1. Es gilt fu╠łr Jugendliche und Erwachsene: Im Trikot wird kein Alkohol getrunken und nicht geraucht.

  2. Es wird grundsa╠łtzlich auf hochprozentige Getra╠łnke verzichtet, denn 90% aller schweren Alkoholvergiftungen unter Jugendlichen stehen in Zusammenhang mit Spirituosen, d.h. eine solche Regelung schu╠łtzt besonders sie.

  3. Das Rauchverbot wird eingehalten. Seit dem 01. August 2007 gilt fu╠łr Gaststa╠łtten in Baden- Wu╠łrttemberg, zu denen auch die Vereinsheime za╠łhlen, ein Rauchverbot, denn die Gift- stoffe im Passivrauch schaden Rauchern und Nichtrauchern gleicherma├čen.

  4. Trainer und Anleiter rauchen grundsa╠łtzlich nicht in der Gegenwart der Jugendlichen und Kinder.

Schulung aller Trainer

Die United Colors Baden-Baden legt gro├čen Wert darauf, dass alle Mitarbeiter im Kinder- und Jugend- bereich zur o.g. Thematik geschult sind. Diese Schulungen haben in regelma╠ł├čigen Absta╠łnden zu erfol- gen und sollten folgende Inhalte aufweisen:

  • Was ist Kinder-/Jugendschutz?

  • Rechtsgrundlagen / Strafbarkeiten

  • Handlungsempfehlungen fu╠łr Verdachtsfa╠łlle, Interventionsleitfaden und Beschwerdemanagement

  • Pra╠łventionsmo╠łglichkeiten

  • U╠łber die Teilnahme an den Schulungen ist ein Nachweis durch den Schutzbeauftragten des Vereins zu fu╠łhren. Ziel ist es, dass neue Mitarbeiter innerhalb des ersten Halbjahres ihrer Ta╠ł- tigkeit an einer solchen Schulung teilnehmen. Die Koordination, u╠łber die Abteilungen hinweg, Fu╠łhrung und Steuerung erfolgt durch den Schutzbeauftragten.